Süßwasser wird knapper
3,6
Miliarden Menschen leben heute bereits in Regionen, die mindestens
einmal im Jahr von Süßwasserknappheit bedroht werden (Im folgenden
wird unter „Wasser“ immer Süßwasser verstanden. Bis 2050 wird
die Zahl der betroffenen Menschen auf 4,7 bis 5,7 Milliarden steigen.
Der
wesentliche Grund dafür ist das rasante Wachstum urbaner
Siedlungsstrukturen, das eine steigende Nachfrage nach Wasser – als
Trinkwasser, für die Landwirtschaft und Industrie - in der Umgebung
auslöst.
Ein
Drittel der weltweiten Grundwasservorräte ist bereits durch vom
Menschen verursachte Eingriffe (Entnahme für Trinkwasser und
Landwirtschaft, Verschmutzung) bedroht.
Nach
den international anerkannten Szenarien des Klimawandels wird
Wassermangel bis 2030 Migrationsbewegungen von bis zu 700 Millionen
Menschen auslösen.
Die
Vereinten Nationen haben spätestens 2003 die Dringlichkeit dieser
Probleme anerkannt, als sie „UN Water“1
zur Unterstützung der Staaten und zum Monitoring der Entwicklung und
Bemühungen gründeten.2
UN Water bündelt alle Aktivitäten der UN, die in irgendeiner Weise
mit der weltweiten Wasserversorgung in Berührung kommen. Jährlich
findet ein Weltwassertag statt. Im März jeden Jahres erscheint ein
Weltwasserbericht3.
Die Landwirtschaftsorganisation FAO der UN betreibt mit AQUASTAT die
bedeutendsten Datenbanken und Informationssysteme zur weltweiten
Wasserversorgung.4
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